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Feuerwehr

Wie lange es die Feuerwehr Nenzlingen gibt, lässt sich nicht genau eruieren. Ein Anhaltspunkt ist die alte Feuerwehrspritze mit Jahrgang 1822. Im letzen Jahrhundert gab es immer wieder Grossbrände, bei welchen ganze Wohn- und Bauernhäuser abgebrannt sind.

Die Feuerwehr ist seit jeher in der Bevölkerung stark verwurzelt und es war selbstverständlich, dass "man" bei der Feuerwehr dabei war. Diese Geist hat sich bis heute gehalten und es gelingt immer wieder, die jungen Einwohner für den aktiven Feuerwehrdienst zu motivieren.

1994 erhielt die Feuerwehr ihr erstes Tanklöschfahrzeug, ein Magirus Deutz welcher von der Betriebsfeuerwehr Sandoz übernommen wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt war nur eine Motorspritze vorhanden welche mit eine Traktor gezogen wurde. Mitte 2008 entschied sich die Bevölkerung an der Urne die Feuerwehr als eigenständige Organisation weiter zu führen und sich nicht dem geplante Verbund anzuschliessen. Dieser Entscheid ebnete auch den Weg zur Beschaffung eines neuen Tanklöschfahrzeugs welches an der Hauptübung 2008 getauft und der Feuerwehr übergeben worden war.

Nenzlingen

Nenzlingen: «Aenzlige», Bezirk Laufen, 447m ü.M., einst «reichsfreies Dorf» am Blauen-Südhang, beim Aussichtspunkt Eggfluh gelegen.

Wappen: Seit 1946. Gespalten von Rot mit einem silbernen Schlüssel und von Silber mit einem blauen Balken mit aufgesetzter halber blauer Lilie. Die rechte Schildhälfte zeigt das Wappen der Herrschaft Pfeffingen, zu der Nenzlingen einst gehörte. Die Herkunft des Schlüssels ist ungeklärt. Das Wappen ist seit etwa 1900 bekannt. Flagge: weissrotblau.

 

Ortsgeschichte

Das 1944 in Birsmatten-Basisgrotte entdeckte Grab aus der mittleren Steinzeit barg das älteste bisher auf Schweizer Boden bekanntgewordene (weibliche) Skelett. Den Übergang über den Plattenpass oberhalb Nenzlingen benützen Kelten und Römer. Auf «Enzio» oder «Enze» dürfte der Name des Dorfes zurückzuführen sein. Urkundlich erstmals erwähnt im Dezember 1298, als Domdekan Heinrich von Bechburg seinem Sohn Konrad Land auf dem Bruderholz schenkt, das an die Güter des «Johannis dicti de Nenzlingen» anstösst. Schon früh verfallen - vielleicht beim Erdbeben von Basel 1356 - ist die alte Burg auf dem Kuenisberg. 1408 gibt König Ruprecht die sieben reichsfreien Dörfer am Blauen, «die vor malen kein gericht noch recht gehept hand» an Hans Ludemann von Rothberg zu Lehen; Mitlehensträger werden die Herren von Ramstein. Nach dem Tode Rudolf von Ramsteins erwirbt der Bischof von Basel 1462 von Kaiser Friedrich III. als Reichslehen die südlich des Blauen gelegenen Dörfer, darunter Nenzlingen, und schlägt sie zur neugegründeten Vogtei Zwingen. Nach dem Einmarsch der Franzosen 1792 zur Raurachischen Republik gehörend und 1793 dem Département Mont-Terrible einverleibt. 1815 durch Entscheid des Wiener Kongresses eidgenössisch und dem Kanton Bern zugeordnet. In Ausübung des Selbstbestimmungsrechts für den jurassischen Landesteil Übertritt in den Kanton Basel-Landschaft per 1. Januar 1994.

Wie die Mutterpfarrei St. Martin in Pfeffingen nimmt auch Nenzlingen 1526 den reformierten Glauben an, bis Bischof Christoph Blarer von Wartensee 1589 auch hier die Gegenreformation durchsetzt. Im 16. Jahrhundert steht im Dorf eine kleine, dem hl. Arnold geweihte Kapelle, in welcher der Pfarrer von Blauen Gottesdienst hält. Die heutige Pfarrkirche, dem heiligen Oswald geweiht, 1756 erbaut, steht unter Denkmalschutz. Aufgrund des Konkordats von 1802, zwischen Papst Pius VII. und dem Ersten Konsul Bonaparte geschlossen, können neue Pfarreien gebildet werden, darunter Grellingen-Nenzlingen. Seit 1845 ist Nenzlingen eine selbständige Pfarrei. Als erste Laufentaler Gemeinde kann das alte Bauerndorf Nenzlingen, im Jahre 1982, nach über 40 Jahren zäher Verhandlungen eine Güterzusammenlegung abschliessen. Seit 1986 besuchen die Schüler der oberen Klassen in Laufen die Schule. Der Schüler-Transport bewirkt, dass Nenzlingen eine öffentliche Verkehrsverbindung zum Bezirkshauptort erhält.

Quelle: www.baselland.ch

 


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